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Aus aktuellem Anlass - Die Fußball-Bibliothek im Fanprojekt Leipzig: kurz vorgestellt

Die WM beginnt in nur wenigen Minuten. Die Eröffnungsfeier ist in diesem Moment wohl noch in vollem Gange, bevor dann um 22 Uhr zum Anstoß zwischen Brasilien und Kroatien gepfiffen wird. Die meisten Menschen werden in den nächsten vier Wochen täglich über Fußball reden. Die Tageszeitungen werden voll davon sein und wir werden unserer favorisierten Mannschaft nacheifern. Ein Großereignis also. In jeglicher Hinsicht.
Nicht ganz so groß, aber doch auch für den ein oder anderen von wichtiger Bedeutung, ist die Fußballbibliothek des Leipziger Fanprojekts. 
In der Brandvorwerkstraße 37 ist diese ansässig und bietet allerlei Medien rund um das Thema Fußball. Besonders hervorzuheben ist der Bestand an Fanzines, der von den Fußballbegeisterten Mitarbeitern gehegt und gepflegt wird. Zudem dreht sich der Bestand keineswegs ausschließlich um die Aufsteiger von Red Bull Leipzig, sondern viel mehr um die Fankultur der vermeintlich kleineren Vereine Leipzigs und deren sportliche Geschichte.
Wer also in den nächsten Wochen nicht genug Fußball bekommt und sich Informationen über die regionalen Kicker holen oder mit den Mitarbeitern fachsimpeln möchte, der ist in der Leipziger Fußballbibliothek richtig aufgehoben.

Die Bibliothek hat jede Woche Dienstags (14 - 16 Uhr) und Donnerstags (15 - 17 Uhr) geöffnet und freut sich auch während der WM über viele Besucher und Anfragen (Tel.: 0341303 28 900).




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Geographische Zentralbibliothek wächst um 25.000 Bände heimatkundlicher Literatur

Leipzig/Bonn – Die „Bibliothek der deutschen Heimatzeitschriften” hat nach mehreren Interimslösungen einen dauerhaften Standort in der Geographischen Zentralbibliothek (GZB) des Leibniz-Instituts für Länderkunde gefunden. Der in 176 Umzugskartons nach Leipzig überführte Bestand umfasst mehr als 800 Mitteilungsblätter, Zeitschriften und Jahrbücher, vom „Sydslesvigsk Årbok“ bis zum „Storchenturm“ aus Dingolfing, vom „Prümer Landboten“ bis zum „Finsterwalder Heimatkalender“. Die insgesamt rund 25.000 Einzelbände dokumentieren die vielfältigen Tätigkeiten von Vereinen, die sich mit Regionalgeschichte, Denkmalpflege, Naturschutz, Sprachen und Bräuchen beschäftigen. 

BHU-Bibliothek nach der ÜbernahmeVon vielen regelmäßig erscheinenden Publikationen sind in der Sammlung allerdings nur wenige Ausgaben vorhanden, der Bestand soll deshalb an einem neuen Unterbringungsort systematisch ausgebaut werden. Unterstützung erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GZB dabei vom Bund Heimat und Umwelt, BHU. Der Bundesverband der Heimat- und Bürgervereine in Deutschland wird seine Veröffentlichungen für den Tausch zur Verfügung stellen. „Am Leibniz-Institut für Länderkunde könnte ein im deutschsprachigen Raum einzigartiger Bibliotheksbestand entstehen, der das bisher zumeist dezentral gesammelte Regionalschrifttum an einem Ort zusammenführt.“, freut sich der Leiter der GZB, Dr. Heinz Peter Brogiato über den Neuzugang.


Vor ihrem Wechsel ans Leibniz-Institut für Länderkunde hat die „Bibliothek der deutschen Heimatzeitschriften” bereits eine Odyssee hinter sich. 
Gegründet 1991 in Bocholt, kam sie 2001 in die Drachenburg bei Königswinter und war zuletzt in einem Privathaus in Zuchau bei Barby untergebracht. In Leipzig werden die Bände jetzt bibliothekarisch erschlossen und öffentlich zugänglich gemacht. Die Geographische Zentralbibliothek des Leibniz-Instituts für Länderkunde ist eine der größten Fachbibliotheken für geographisches und regionalkundliches Schrifttum im deutschsprachigen Raum. Mit der Übernahme der „Bibliothek der deutschen Heimatzeitschriften“ unterstreicht die GZB ihr Anliegen, Spezialbibliothek für die geographische Forschung und öffentliche Bibliothek für ein interessiertes Publikum zu sein.

Weitere Informationen:
Dr. Heinz Peter Brogiato
Tel.: 0341 600 55-126
H_Brogiato(at)ifl-leipzig.de

(Quelle: Pressemitteilung des IfL; Copyright Fotografie: Peter Wittmann, Leipzig)

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Musikbibliothek Peters mit Festakt an die Leipziger Stadtbibliothek übergeben


Die Musikbibliothek Peters ist am Freitag, den 28.06. im Rahmen eines Festaktes an die Leipziger Stadtbibliothek übergeben worden. Zum Anlass für dieses Ereignis wurde die vom 23.06. bis 30.06.2013 in Leipzig stattfindende Jüdische Woche genommen.
Der langen und wechselvollen Geschichte dieser international bedeutenden Sammlung, welche u.a. die weltweit erste öffentliche Musikbibliothek darstellt und viele musikhistorisch höchst bedeutende Autographen enthält, ist das Unrecht, dass im Namen der Nationalsozialisten verübt wurde, beispielhaft eingeschrieben. Die rechtmäßigen Besitzer dieser Sammlung, die Musikverlegerfamilie Hinrichsen, wurde im Jahre 1938 enteignet. Einige Söhne des Verlegers und bedeutenden Leipziger Kulturförderers Dr. Henri Hinrichsen emigrierten rechtzeitig, das Familienoberhaupt selbst und viele seiner Angehörigen wurden allerdings in Konzentrationslagern ermordet.

Die Musikbibliothek Peters wurde spät, im Jahre 1993, an die Erben der Familie restituiert, wenn auch die nachfolgenden Jahre weiterhin von Auseinandersetzungen um den Verbleib der Bibliothek geprägt waren. Unter anderem wurde der Verbleib der Bibliothek in Leipzig durch Gerichtsbeschlüsse über mehrere Instanzen erzwungen, als die Erben einen Verkauf bedeutender Stücke aus der Sammlung in Erwägung zogen. 
Die Stadtbibliothek Leipzig konnte die Sammlung nun nach langen Bemühungen von den Erben ankaufen. Damit steht eine bedeutende Sammlung, die eng mit der Kulturgeschichte der Stadt verknüpft ist, der Stadt Leipzig erstmalig rechtmäßig zur Verfügung.
Mit dem Ankauf geht die Benennung des neuen Lesesaals der Musikbibliothek nach Henri Hinrichsen einher. Auch eine Büste des bedeutenden Sohnes der Stadt wurde enthüllt und wird in Zukunft dort stehen. Beides soll die Verdienste der Familie Hinrichsen für die Stadt Leipzig würdigen und an ihr tragisches Schicksal erinnern. Martha Hinrichsen, eine Enkelin Henri Hinrichsens, war bei der Feierlichkeit als Stellvertreterin der Erben anwesend und würdigte die Bemühungen der Stadt Leipzig, das Andenken ihrer Familie zu ehren und die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein Traum werde wahr, sagte sie während des Festaktes, und sowohl Max Abraham, der Gründer der Musikbibliothek und Onkel Hinrichsens, als auch ihr Großvater selbst wären sicher stolz zu wissen, dass ihre geliebte Bibliothek nun dauerhaft an dem Ort ein Zuhause gefunden hätte, der selbst der Mittelpunkt ihres Lebenswerkes war: der Stadt Leipzig.

Der Ankauf der Musikbibliothek Peters wurde durch finanzielle Unterstützung des Bundes, des Landes Sachsen, der Sparkasse Leipzig, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung der Länder und des amerikanischen Packard Humanities Institute möglich.

Ab dem 29.06.2013 kann sich im Henri-Hinrichsen-Lesesaal der Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz in einer Ausstellung über die wechselvolle Geschichte der Musikbibliothek Peters informiert werden.

Quellen:
1. http://www.leipzig.de/de/buerger/newsarchiv/2013/Uebergabe-Musikbibliothek-Peters-25752.shtml
2. http://www.l-iz.de/Bildung/Medien/2013/06/Musikbibliothek-Peters-feierlich-uebergeben-49431.html
3. http://notes.leipzig.de/appl/laura/wp5/kais02.nsf/docid/7EEE9401730EDDD7C1257A13003903E2/$FILE/V-ds-2254-text.pdf
4. http://de.wikipedia.org/wiki/Musikbibliothek_Peters

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